Ausstellung

Das älteste, ländliche kommunale Museum im Landkreis Tübingen zeigt in seiner ständigen Ausstellung eine Fülle von Gegenständen aus den Teilorten und der näheren Umgebung von Neustetten. Neben Sammlungsbereichen wie der Land- und Hauswirtschaft sowie einigen Handwerken, finden sich zwei größere Sammlungsbereiche, die Flachsverarbeitung und der Hopfenanbau.

Das Heimatmuseum Neustetten zeigt eine Vielzahl an Arbeitsgeräten mit welchen die Bauern früher Ihre Felder bestellt und auf den Höfen gearbeitet haben. Zu sehen sind u.a. Pflüge, Handsähmaschine, Sensen, Flegel, Rechen, Milchverarbeitung und vieles mehr.

Landwirtschaft
Landwirtschaft
Landwirtschaft
Landwirtschaft
Landwirtschaft
Landwirtschaft

Auch aus dem häuslichen Leben befinden sich viele interessante Stücke. Da wären z.B. eine Schlafzimmereinrichtung, Kleidungsstücke, Waschgeräte- und utensilien, Kochgeräte und -geschirr, Utensilien zur Backwarenherstellung und vieles mehr.

Hauswirtschaft - Seifen
Hauswirtschaft - Küchenwaage
Hauswirtschaft - Badezimmer
Hauswirtschaft
Hauswirtschaft - Handarbeit
Hauswirtschaft - Waschen
Hauswirtschaft - Schlafzimmer
Hauswirtschaft - Küche
Hauswirtschaft - Nähen

Besichtigt werden können Arbeitsgeräte der früheren Handwerksberufe: Schuhmacher, Schmid, Schreiner, Wagner, Zimmermann, Schlosser und Küfer. Im Außenbereich des Heimatmuseums befinden sich ein landwirtschaftlicher Schuppen sowie eine vollständig eingerichtete Schuhmacherwerkstatt. Weitere Arbeitsgeräte früherer Handwerksberufe befinden sich im Untergeschoss des Museums.

Handwerk - Schuhmacher
Handwerk
Handwerk - Schmied
Handwerk - Sägen
Handwerk - Zimmermann
Handwerk - Zimmermann
Handwerk - Korbmacher

Die Verarbeitung von Hanf und Flachs ist bis hin zu den gesponnen Fäden dokumentiert.

Zunächst wurden mit den Zinken einer Riffel Laub und Samen abgestreift, anschließend rotteten die zu Büschel gebundenen Stängel auf Wiesen – so lange, bis sich die eigentlichen Pflanzenfasern lösten. Nach dem Trocknen wurden die spröden Stängel mit Brechen und auf der Hechelbank von Holzteilen befreit. Erst danach konnten die Fasern am Spinnrad zu Garn weiterverarbeitet werden.

Ausstellungsstücke: diverse Riffeln, verschiedene Brechen, Hechelkamm, Hechelbank, Spinnräder, Schwingstock, Kungel (Roggen), Wirtel, diverse Garnwickler, gewobene Leinenhemden, Strohsack aus Hanf, spinnfertige Hanf- und Flachszöpfe

Flachsblüten
Flachs
Flachsbündel
Hechelkamm
Riffel
Flachs- und Hanfverarbeitung
Spinnräder
Handarbei - Spinnen

In Remmingsheim wurde in den Jahren 1852 bis 1978 intensiv Hopfen angebaut.

Die Hopfenbauern zogen die Pflanze zunächst noch an acht bis neun Meter hohen Holzstangen, ab 1910 an Drahtseilen. Die Löcher wurden mit dem etwa 1,3 Meter langen und 15 Kilogramm schweren „Stangeneisen“ in den Boden gestoßen. Mit dem „Schluchtenstecker“ wurde eine Ranke in die Erde gedrückt und in etwa 60 bis 70 Zentimetern Höhe an der Stange oder dem Draht befestigt. Aus etwa 35 Kilometern Umkreis kamen vor allem Frauen nach Remmingsheim, um hier im Akkord Hopfen zu pflücken. Für jeden vollen Simrikorb bekamen sie eine Marke und nach Abschluss der Arbeiten entsprechend ihrer Marken den Lohn.

Aussstellungsstücke:
Hopfenwieden, Schluchtenstecker, Hopfenhacken- und häpple, Hopfenmesser, Simrikorb, Hopfenmärkle, Hopfennagel, Hopfensäcke, Spritze, Hopfendarre

Hopfenanbau
Gespann mit Hopfenwagen
Altes Bild mit Personen beim Hopfen zopfeln
Willy Braun mit Hopfenstock
Willy und Anneliese Braun beim Hopfen zopfeln
Remmingsheimer Frauen beim Hopfen zopfeln
Hopfendörre
Alte Hopfenlieder werden gesungen
Wagen mit Hopfen vor dem Heimatmuseum Neustetten