Sammlung des Heimatmuseums Neustetten

Das älteste, kommunale Museum im Landkreis Tübingen zeigt eine Fülle von Gegenständen aus den Teilorten und der näheren Umgebung von Neustetten. Neben Sammlungsbereichen wie der Land- und Hauswirtschaft und einigen Handwerken, finden sich zwei größere Sammlungsbereiche, die Flachsverarbeitung und der Hopfenanbau. Besichtigt werden können Arbeitsgeräte der früheren Handwerksberufe: Schuhmacher, Schmid, Schreiner, Wagner, Zimmermann, Schlosser und Küfer. Aus dem Bereich der Landwirtschaft werden eine Vielzahl an Arbeitsgeräten der Bauern, wie z.B. Pflüge, Handsähmaschine, Sensen, Flegel, Rechen, Milchverarbeitung, etc. ausgestellt. Auch aus dem häuslichen Leben finden sich einige interessante Stücke. Da wären z.B. eine Schlafzimmereinrichtung, Kleidungsstücke, Waschgeräte- und utensilien, Kochgeräte und -geschirr, Utensilien zur Backwarenherstellung, Taschensonnenuhr, und vieles mehr.

 

Link Flachs- und Hanfverarbeitung Heimatmuseum Neustetten

Heimatmuseum Neustetten Hopfenanbau

 

 

 

 

 

 

Flachs- und Hanfverarbeitung

Die Verarbeitung von Hanf und Flachs ist bis hin zu den gesponnen Fäden dokumentiert. Zunächst wurden mit den Zinken einer Riffel Laub und Samen abgestreift, anschließend rotteten die zu Büschel gebundenen Stängel auf Wiesen - so lange, bis sich die eigentlichen Pflanzenfasern lösten. Nach dem Trocknen wurden die spröden Stängel mit Brechen und auf der Hechelbank von Holzteilen befreit. Erst danach konnten die Fasern am Spinnrad zu Garn weiterverarbeitet werden.

Ausstellungsstücke: diverse Riffeln, verschiedene Brechen, Hechelkamm, Hechelbank, Spinnräder, Schwingstock, Kungel (Roggen), Wirtel, diverse Garnwickler, gewobene Leinenhemden, Strohsack aus Hanf, spinnfertige Hanf- und Flachszöpfe

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Hopfenanbau

Von 1850 bis 1978 wurde in Remmingsheim intensiv Hopfen angebaut.

Die Hopfenbauern zogen die Pflanze zunächst noch an acht bis neun Meter hohen Holzstangen, ab 1910 an Drahtseilen. Die Löcher wurden mit dem etwa 1,3 Meter langen und 15 Kilogramm schweren "Stangeneisen" in den Boden gestoßen. Mit dem "Schluchtenstecker" wurde eine Ranke in die Erde gedrückt und in etwa 60 bis 70 Zentimetern Höhe an der Stange oder dem Draht befestigt. Aus etwa 35 Kilometern Umkreis kamen vor allem Frauen nach Remmingsheim, um hier im Akkord Hopfen zu pflücken. Für jeden vollen Simrikorb bekamen sie eine Marke und nach Abschluss der Arbeiten entsprechend ihrer Marken den Lohn.

Aussstellungsstücke:
Hopfenwieden, Schluchtenstecker, Hopfenhacken- und häpple, Hopfenmesser, Simrikorb, Hopfenmärkle, Hopfennagel, Hopfensäcke, Spritze

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Interessante Links

 

Suchmaschine für Museen in
Baden-Württemberg:
http://www.netmuseum.de


Gesellschaft für Vor- und Früh-
geschichte in Württemberg und
Hohenzollern e.V.
http://www.gesellschaft-vfg.de


Historische Informationen zu Württemberg
http://www.historisches-wuerttemberg.de/


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im Landkreis Tübingen
Herausgeber: Wolfgang Sanwald
im Auftrag des Vereins KulturGUT und des Landkreises Tübingen
ISBN-Nr. 3-926969-28-8